Was erwartet Sie als Patient in der Nuklearmedizin?

In der Nuklearmedizin können Funktionen von Organen (Herz, Lungen, Schilddrüsen, Knochen usw.) sichtbar gemacht werden. Dazu spritzt man zunächst radioaktiv markierte Substanzen („Radiopharmaka“) meistens in die Armvene. Die Radiopharmaka werden über das Blut in die zu untersuchenden Organe transportiert und vorübergehend eingelagert.

Hier senden die markierten Substanzen eine Strahlung aus, die von einer Gammakamera gemessen und mit Hilfe von Computern zu Bildern oder zu Funktionskurven verarbeitet werden. Diese Bilder nennt man Szintigramme („szintillieren“ = leuchten, funkeln).

Die Aufnahmezeiten können zwischen fünf Minuten bis zu mehreren Stunden variieren. Es kann sein, dass zwischen der Spritze und den Aufnahmen Wartezeiten sein müssen. Die radioaktive Substanz braucht eine gewisse Zeit, um über das Blut in das entsprechende Organ zu gelangen.

Wir benutzen überwiegend radioaktive Substanzen mit kurzen Halbwertszeiten (HWZ), meistens Technetium mit einer HWZ von 6 Stunden. So wird die Strahlenbelastung so gering wie möglich gehalten.

Sie sollten am Untersuchungstag viel trinken, damit das radioaktive Mittel schnell über die Nieren ausgeschieden wird.